Lokalpolitisches
Aufruf zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft
„Integration in Hannover und Umgebung“
Wir – Eltern von Kindern mit Behinderungen - möchten in Hannover eine Arbeitsgemeinschaft oder einer Verein gründen, der sich für Integration von Menschen mit Behinderung in Hannover und Umgebung einsetzt.
Da die Erfahrung gezeigt hat, dass es wenig hilfreich ist, auf fremde Hilfe zu warten, soll in Hannover eine Gruppe gegründet werden, die
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bereits vorhandene Erfahrungen mit einer integrativen Betreuung oder einer integrativen Beschulung sammelt und bündelt,
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Eltern von Kinder mit Behinderung konkrete Unterstützung bei der Umsetzung von integrativen Maßnahmen anbieten kann und dabei durchaus auch die Interessen der Eltern gegenüber Behörden mit vertreten kann, wenn diese Unterstützung erwünscht ist,
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konzeptionell Integration und Inklusion in Hannover und Umgebung vorantreibt und Möglichkeiten auslotet, diese umzusetzen.
Dies alles soll mit dem Ziel geschehen, eine bessere integrative Versorgung in Hannover und Umgebung durch konkretes Handeln in der Realität zu verwirklichen.
Wir würden uns daher freuen, wenn all diejenigen, die
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Lust haben, sich für Integration zu engagieren oder
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bereits Erfahrungen mit integrativer Betreuung sammeln konnten oder
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aus beruflichen Gründen sich für das Thema Integration bzw. Inklusion interessieren
am Montag, den 18.06. um 20:00
im Kinderladen Wittekids (Eleonorenstr. 15
30449 Hannover
zu einem ersten Treffen zusammen kommen würden, um die Möglichkeiten, Integration und Inklusion vorantreiben zu können, auszuloten.
Wir hoffen auf Ihre Mithilfe!
Elke Lengert und Jan Vahlbruch
Kontakt:
Elke Lengert 0511-4500644 oder
Assistenzstammtisch in Hannover gegründet
Hannover (kobinet) Rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
aus Hannover und Bremen gründeten gestern in Hannover einen
Assistenzstammtisch. Das teilt Klaus Poll, von Selbstbestimmt Leben Hannover und
einer der Initiatoren heute den kobinet-nachrichten mit.
"Nach der Vorstellungsrunde kamen wir schnell zu den Inhalten" berichtet Poll.
"Diese waren breit gefächert wie zum Beispiel: Wie sollte eine
Zeitungsanzeige aussehen, wenn man eine neue Assistentin oder einen Assistenten
sucht". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten teilweise von
haarsträubenden Erlebnissen mit Behörden berichtet. Ein Teilnehmer habe
erzählt, er werde seitens der Behörden unter Druck gesetzt um, so wird
vermutet, ihn in ein "Heim" zu zwingen. Er habe dem Arbeitgebermodell nichts
Positives abgewinnen können, da er über ein Jahr erfolglos nach
Assistenzpersonen gesucht habe.
Eine weitere Teilnehmerin berichtete davon, das Arbeitgebermodell innerhalb
weniger Monate umgesetzt zu haben. Allerdings sei es wichtig, sich vorher
umfassend zu informieren, um gegenüber den Behörden deutlich machen zu
können, dass das Arbeitgebermodell die einzige geeignete Alternative
darstelle. Wieder andere hätten von ihren sowohl positiven als auch
negativen Erlebnissen mit den Behörden erzählt, wenn es um die
Umsetzung des Arbeitgebermodells geht. - Die Teilnehmenden beschlossen, sich
bereits im Januar erneut zu treffen.
Zur Gründung meint Gerhard Bartz, Vorstandsmitglied des Forums
selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.): "Wir
begrüßen es sehr, dass sich - wie vor ein paar Wochen im Muldental -
assistenznehmende Menschen zusammenschließen. Der Erfahrungsaustausch ist
nicht hoch genug zu bewerten, mal was den Umgang mit Rehaträgern anbelangt,
mal was das Procedere bezüglich der Verwaltung des Arbeitgebermodells
betrifft. Uns ist bekannt, dass der Sozialhilfeträger in Hannover ein sehr
seltsames, wenn nicht gar absurdes Lohnfindungssystem vorschreibt. Nirgendwo
sonst wird vom angepeilten Stundenlohn der Arbeitnehmeranteil zur
Sozialversicherung abgezogen. Dies führt dazu, dass Mitglieder einer
teureren Krankenkasse einen höheren Stundenlohn erhalten". ForseA
wünsche sich, dass die Muldentaler und die Hannoveraner andere motivieren,
sich ebenfalls zu solidarisieren und organisieren. elba